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Es ist eine klimapolitische Grund­satzentscheidung: Schaffen es die großen Energiekonzerne EON, ENBW, RWE und Vattenfall, den Neubau von 25 Kohlekraft­werken durchzusetzen? Dann werden in den nächsten 40 Jahren jährlich 140 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre geblasen. Oder gelingt eine konsequente Wende zu einer klimafreundlichen Energieerzeugung, die auf Erneuerbaren Energien setzt?

Mit dem Neubau von Kohlekraftwerken setzen die Energiekonzerne auf eine völlig rückschrittliche Technologie:

* Die Verbrennung von Kohle ist eine besonders klima­schäd­liche Form, Strom zu erzeugen: Für jede mit Braunkohle hergestellte Kilowattstunde Strom wird bei Neuanlagen 950 Gramm CO2 emittiert. Kommt Stein­kohle zum Einsatz, entstehen immer noch 750 Gramm. Mit Erdgas werden hingegen ledig­lich 350 Gramm CO2 freigesetzt.

* Auch wenn die neu geplanten Anlagen einen Wirkungsgrad von bis zu 43% erreichen und damit etwas effizienter als herkömmliche Kohlekraft­werke sind: Weit über die Hälfte der einge­setzten Energie geht als Abwärme verloren – nur 43% wird zu Strom. Moderne Gas- und Dampf­turbinenanlagen erreichen hin­gegen einen Wirkungsgrad von 58%. Kommen dezentrale Blockheizkraftwerke zum Einsatz, lässt sich der Wirkungsgrad auf 90% steigern. Denn bei diesen kann auch die Abwärme genutzt werden – zum Heizen.

* Die Verbrennung fossiler Energieträger muss flexibel auf die wetterbedingt schwankende Energieerzeugung aus Wind- und Solar­kraft­werken angepasst werden können. Dies gelingt jedoch nur mit dezentralen und leichter regelbaren Kraft­werken, die in ihrer Leistung schnell angepasst werden können. Kohle-Kraftwerke bieten diese Flexi­bilität nicht und begrenzen damit den Ausbau Erneuerbarer Energien.

Online-Menschenkette

Die Kohlelobby behauptet, mit neuen Kohlekraft­werken würde bald kein CO2 mehr freigesetzt und der „Atom­ausstieg“ ermöglicht. Deutschland würde in seiner Energieversorgung unabhängig und Arbeits­plätze geschaffen. Die Argumente halten einer Prüfung nicht stand:


1. CO2-freie Kraftwerke nur Wunschvorstellung

Viel diskutiert werden Verfahren zur Abtrennung und Einlagerung von CO2 (Carbon Capture & Storage, CCS). Doch diese beinhalten hohe Risiken und zementieren weiter eine zentralistische Energie­erzeugung. Zudem befinden sie sich lediglich in der ersten Testphase: Ihre technische Realisierbarkeit ist völlig offen. Selbst nach Einschätzung der Energie­konzerne ist mit einer Marktreife frühestens 2020 zu rechnen. Auf solch unklaren Annahmen darf der Neu­bau von Kohlekraftwerken nicht beruhen.


2. Kohle garantiert keine Versorgungssicherheit

Ein großer Teil der neuen Kraftwerke soll mit Stein­kohle betrieben werden. Der hiesige Abbau läuft aber bis 2018 aus, so dass Deutschland dann bei der Stein­kohle genauso wie beim Gas von Importen abhängig wäre. Versorgungssicherheit kann nur der konse­quente Umstieg auf Erneuerbare Energien bieten.


3. Rascher Atomausstieg auch ohne Kohle möglich

Ein vorgezogener Ausstieg aus der Atomkraft bis 2015 und das Ziel von 40 Prozent weniger CO2 bis 2020 ist mit einem Verzicht auf neue Kohlekraftwerke zu erreichen. Zu dieser Einschätzung gelangt eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie, die auf eine effizientere Erzeugung und Nutzung von Energie und die Förderung Erneuerbarer Energien setzt.


4. Geringes Potential für Arbeitsplätze

Mit einem dezentralen Ausbau Erneuerbarer Energien können weit mehr Arbeitsplätze entstehen als durch den Neu­bau von Kohlekraftwerken. Die 2,2 Milli­arden Euro, die in den Ausbau des Kohlekraft­werks Neurath investiert werden, sichern im Kraft­werk und Tagebau gerade einmal 2.000 Arbeits­plätze.
Online-Menschenkette

Warum setzen die Konzerne trotzdem weiter auf Kohlekraft­werke? Großkraftwerke schützen die vier großen Energiekonzernen vor Wettbewerb. Als Oligo­pol bestimmen Sie die Strompreise. Eine flexible und effiziente, dezentrale Energieversorgung würde diese Marktmacht gefährden. Zudem passen eigene, dezentrale Anlagen nicht in ihre zentralistische Unter­nehmensstruktur. Deshalb setzen sie auf Blockade: Dezentrale Energieerzeugung passt nicht ins Konzept.

Bei der Bundesregierung scheint die Lobbyoffensive der Energieriesen aufzugehen: So sehr sich die Bundes­regierung auf internationalem Parkett als trei­bende Kraft beim Klima­schutz präsentiert - daheim tanzt sie nach der Pfeife der Kohle­konzerne. Dabei geht es bei der Strom­erzeugung um's Einge­machte: Der Anteil des Stromsektor an den deutschen Treibhaus­gas­emissionen beträgt 36%.

Anstatt für ihre CO2-Emissionen zur Kasse gebeten zu werden, bekommen die Energiekonzerne die Emissionszertifikate für den Ausstoß von CO2 zu mehr als 90 Prozent geschenkt. Die Neuanlagen werden 14 bis 18 Jahre lang mit einer gleich bleibenden Menge an Zertifikaten ausgestattet. Außerdem hat die Regier­ung in der Vergangenheit viel zu viele Emissions­rechte auf den Markt geworfen, so dass der Preis auf einen Spottpreis von derzeit 0,08 Euro pro Tonne CO2 fiel und das System kollabieren ließ.

Trotz des derzeit nicht funktionierenden Emissions­handels verschont die Bundesregierung die Betreiber bisher mit Auflagen. Genauso wie bei Stickoxiden oder Feinstaub könnten strenge Grenzwerte für den CO2-Ausstoß von Kohlekraft­werken erlassen werden.

Diese Lobbypolitik für Kohle muss beendet werden. Wir brauchen einen funktionierenden Emissions­handel sowie strenge Grenzwerte und Auflagen für den Ausstoß von CO2. Nur wenn die politische Privile­gierung von Großkraftwerken ein Ende hat, rechnet sich der Neu­bau von Kohlekraftwerken nicht mehr – nur dann wird die Energiewende möglich.

Anlässlich des Globalen Klima-Aktionstags am 8. Dezember wollen wir in Neurath bei Düsseldorf ein Ende der Privilegienpolitik für Kohle fordern. Die Bundesregierung muss endlich konsequenten Klima­schutz betreiben!
18.11.07 14:35
 


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